KI verstehen, anwenden und gestalten. Rückblick auf unseren Workshop
Gemeinsam mit Silvan Kaeser durfte ich im StadtHirsch einen ausgebuchten KI-Workshop leiten. Im Zentrum stand, wie künstliche Intelligenz verständlich, sinnvoll und verantwortungsvoll im Alltag, im Beruf und in Unternehmen eingesetzt werden kann.
Am 6. Mai 2026 durfte ich gemeinsam mit Silvan Kaeser im StadtHirsch einen KI-Workshop leiten. Der Abend war ausgebucht, die Stimmung offen und interessiert, und der Austausch mit den Teilnehmenden hat mir grosse Freude gemacht. Gerade weil künstliche Intelligenz aktuell überall präsent ist, braucht es Räume, in denen man nicht nur über KI spricht, sondern sie verständlich einordnet, ausprobiert und kritisch reflektiert. Genau das wollten wir mit diesem Workshop ermöglichen: einen praxisnahen Einstieg, der weder überfordert noch vereinfacht, sondern zeigt, wie KI heute sinnvoll genutzt werden kann.
Vom Ausprobieren zum bewussten Einsatz
Im Workshop ging es nicht darum, möglichst viele Fachbegriffe zu sammeln oder KI als technische Spielerei zu präsentieren. Vielmehr stand die Frage im Zentrum, wie man von einem ersten Ausprobieren zu einem produktiven und bewussten Einsatz kommt. Viele Menschen haben bereits mit ChatGPT oder ähnlichen Werkzeugen gearbeitet, merken aber schnell, dass gute Ergebnisse nicht einfach zufällig entstehen. Entscheidend sind klare Ziele, guter Kontext, präzise Anweisungen und die Bereitschaft, Ergebnisse kritisch zu prüfen und weiterzuentwickeln. KI ist kein Orakel, sondern ein Werkzeug und Sparringpartner. Sie kann Arbeit enorm erleichtern, Ideen beschleunigen und neue Möglichkeiten eröffnen. Aber sie ersetzt nicht das eigene Denken, die fachliche Verantwortung und die sorgfältige Prüfung.
Prompting, Agenten und konkrete Anwendungen
Ein wichtiger Teil des Abends war das Prompting. Wir haben angeschaut, wie Aufgaben so formuliert werden können, dass KI bessere, brauchbarere und überprüfbare Resultate liefert. Dabei ging es weniger um perfekte Formeln, sondern um ein methodisches Vorgehen: Was soll entstehen? Für wen? Mit welchem Kontext? In welcher Tonalität? In welchem Format? Daneben haben wir auch über KI-Assistenten und Agenten gesprochen. Besonders spannend ist dieser Schritt, weil KI-Systeme zunehmend nicht nur Antworten geben, sondern Werkzeuge nutzen, Prozesse unterstützen und mehrere Arbeitsschritte miteinander verbinden können. Genau hier liegt grosses Potenzial für Unternehmen, Vereine, Bildung und Alltag. Und gleichzeitig aber auch die Notwendigkeit, klare Grenzen, Datenschutz, Qualitätssicherung und menschliche Kontrolle mitzudenken.
Warum KI jetzt zur Führungs- und Arbeitsfrage wird
Für mich wurde an diesem Abend erneut deutlich, dass KI unsere Arbeitswelt nicht erst irgendwann verändern wird. Sie verändert sie bereits jetzt. Die entscheidende Frage ist deshalb nicht mehr, ob man sich damit beschäftigt, sondern wie man es tut. Unternehmen und Teams stehen aktuell vor sehr konkreten Fragen: Welche Werkzeuge sind sinnvoll? Wo kann KI entlasten? Welche Aufgaben eignen sich nicht? Wie schützt man sensible Daten? Wie verhindert man falsche oder ungenaue Ergebnisse? Und wie befähigt man Mitarbeitende, KI produktiv zu nutzen, ohne sie mit technischen Details zu überfordern? Genau an diesem Punkt braucht es verständliche Einordnung, realistische Beispiele und Begleitung, die nicht auf Hype basiert, sondern auf konkretem Nutzen.
StadtHirsch als Begleiter auf dem Weg in die KI-Praxis
Mit dem StadtHirsch möchten wir genau hier ansetzen. Wir wollen Menschen, Teams, Vereine und Unternehmen dort abholen, wo sie aktuell stehen, und gemeinsam klären, wie KI sinnvoll in bestehende Arbeitsprozesse integriert werden kann. Das kann ein einmaliger Impulsworkshop sein, ein regelmässiges KI-Update, eine konkrete Beratung zu Tools und Arbeitsabläufen oder die Begleitung bei der Umsetzung eigener KI-Projekte. Der Workshop am 6. Mai hat gezeigt, dass der Bedarf gross ist und nicht nur nach Informationen, sondern vor allem nach Orientierung, Sicherheit und konkreten nächsten Schritten.
Danke für den starken Austausch
Ein grosses Dankeschön geht an alle Teilnehmenden, die den Abend mit ihren Fragen, Gedanken und Erfahrungen bereichert haben. Solche Workshops zeigen, dass Technologie besonders dann spannend wird, wenn Menschen beginnen, sie kritisch, kreativ und verantwortungsvoll zu nutzen. Ich freue mich sehr auf die kommenden KI-Workshops im StadtHirsch und auf weitere Gespräche mit Menschen, die KI nicht einfach nur beobachten möchten, sondern aktiv verstehen, anwenden und gestalten wollen.
